Höfe am Brühl

Am 26.04.2007 wurde der städtebauliche Vertrag zwischen der Stadt Leipzig und der mfi management für immobilien AG Essen über die Durchführung eines Architektenwettbewerbs für das Areal am Brühl / Richard-Wagner-Straße geschlossen. Grundlage für den Vertrag bildet der Beschluß der Ratsversammlung vom 18.04.2007, die äußeren Hüllen in ihrer Dualität von Gründerzeit/Jugendstil und Blechverkleidung von 1968 zu erhalten und in die Baumaßnahmen einzubinden.

Der Investor mfi management für immobilien AG Essen stellte im Jahre 2008 einen Antrag auf Abbruch der historischen Fassade des Kaufhauses Brühl.

Am 26.05.2008 versagte die Untere Denkmalsschutzbehörde der Stadt Leipzig die Genehmigung zum Abbruch der denkmalgeschützten Gründerzeitfassade. Im Widerspruchsverfahren entsprach jedoch das damalige Regierungspräsidium Leipzig am 10.07.2008 dem Antrag des Investors mfi auf Abbruch der historischen Fassade des Kaufhauses weitgehend. Es erteilte die Genehmigung zum Abbruch des Gebäudes bis auf einen ca. 15 m langen Fassaden-Abschnitt.

 
Mit der Entscheidung einer Jury vom 1. November 2007 stand fest, dass nach Abriss von Wohnhochhäusern am Brühl ein Einkaufszentrum nach Plänen der Berliner Architekten Grüntuch Ernst entsteht (s. z.B.  Baunetz.de vom 7. November 2007). Auf einer Fläche von etwa 22.300 Quadratmetern sind eine Handelsfläche von etwa 45.000 Quadratmetern mit etwa 130 Läden auf 3 Ebenen, 70 Wohnungen, einer Kita und bis zu 820 Parkplätzen geplant, die sog. "Höfe am Brühl".

 

Zunehmend wurden Zweifel über den Sinn eines solchen Großprojekts in der Leipziger Innenstadt geäußert, da bereits ein breites Angebot bestehe und alle größeren Handelsketten in Leipzig vertreten seien.

 

Am 9.12.2010 gab der Essener Investor mfi die Grundsteinlegung bekannt. Die Eröffnung der Höfe am Brühl erfolgte am 25.09.2012. Daten zum Bau finden Sie auf der Seite der mfi AG. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Seite der "Höfe am Brühl".

 

Meinung der Bürgerinitiative:

Die historische Fassade des Kaufhauses am Brühl wurde im Sommer 2010 bis auf ein 15 Meter langes Teilstück abgerissen. Mit Fassungslosigkeit, Unverständnis, Wut und Empörung hat die Bürgerinitiative und unzählige  engagierete Bürger der Stadt die Ignoranz aller für den Bau „Höfe am Brühl" Verantwortlichen zur Kenntnis nehmen müssen. Der von der Bürgerinitiative "Kaufhaus Brühl" allen Verantwortlichen (Investor mfi und Stadträte der Stadt Leipzig) unterbreitete Vorschlag, der in der Erhaltung der historischen Fassade und der Versetzung der Aluminiumfassade an das Ostende des Komplexes besteht, blieb ohne Erfolg (s. Menüpunkt Rettungsvorschlag).


Am 08.08.2011 erfolgte ein  Aufruf zur Unterschriften-Aktion „Fassadenrest sichtbar machen - Mitsprache bei Fassadengestaltung".




 

Auf einer Fläche von etwa 28.000 Quadratmetern ging am 25.09.2012 das Einkaufszentrum "Höfe am Brühl" mit ca. 120 Läden auf 3 Ebenen in Nutzung. Zum Gebäudekomplex gehören weiterhin 70 Wohnungen, eine Kita und 820 Parkplätze.



Das ist das schönste Einkaufszentrum Deutschlands" sagte das Leipziger Stadtoberhaupt Burkhardt Jung (s. Videos auf der Seite Links). Das Stadtforum Leipzig ist anderer Meinung und nennt  die Höfe am Brühl ein architektonisches Ungetüm. Das Baustein-Magazin 02/2012 hat sich mit dem Schwerpunkt-Thema "Der Angriff der Shoppingcenter auf die Altstädte" auch diesem Shoppingcenter gewidmet

(s. spezielle Seite).



Kaufhaus Brühl - Ein Teil Leipzigs stirbt

Frühjahr 2010: Kaufhaus Brühl kurz vor dem Abriss (Sicht von der Hainstraße aus)
Historische Ansicht Kaufhaus Brühl
04.06.2010: Vorschlag der Bürgerinitiative - Rekonstruktion Kaufhaus (Fotomontage)
08.04.2010: Renato Bodenburg kettet sich aus Protest an die Fassade des Kaufhauses Brühl an
04.06.2010: Vorschlag der Bürgerinitiative:- Blechfassade auf Seite Hallisches Tor versetzt (Fotomontage)
Juli 2010: Abriss Kaufhaus Brühl durch den Investor mfi
Mai 2012: Fassadenrest ist noch sichtbar

 

 

 

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